Methoden des Ausdauertrainings – die Dauermethode

Die Dauermethode ist wohl diejenige, die jeder Ausdauersportler auch ohne Trainingsplan praktiziert. Auch du hast sicher schon ganz intuitiv mit der extensiven oder der intensiven Dauermethode trainiert. Beide Unterarten haben ein gemeinsames Ziel, die Verbesserung der aeroben Kapazität, also der Ausdauerfähigkeit. Im Trainingsplan stehen dafür zum Beispiel solche Einheiten: 60 min lockerer Dauerlauf (extensiv) oder 6 x 3 min in hohem Tempo, kombiniert mit 2 min in mittlerem Lauftempo (intensiv). Wieso planen wir diese und andere Varianten? In diesem Beitrag aus der Reihe „Methoden des Ausdauertrainings“ erfährst du, wann die eine oder andere Trainingsmethode wichtig für dich ist.

Wie wenden die Dauermethode in jedem unserer Trainingsangebote an, denn sie ist buchstäblich die grundlegende Trainingsmethode.

Unsere Beiträge zu Methoden des Ausdauertrainings

Überblick zu den Methoden
Es gibt eine Reihe verschiedener Ausdauerarten, die du trainieren kannst. Welche das sind und welches Training dafür geeignet ist, liest du hier: Die Methoden des Ausdauertrainings
Extensive und intensive Intervalle
Die Intervallmethode sorgt für Ausdauer und Tempo in einem. Welche Varianten es gibt und wie sie im Training eingesetzt werden: Die Intervallmethode
Trainieren mit der Wiederholungsmethode
Funktioniert nur mit einer vollständigen Pause. Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zu den Intervallen: Die Wiederholungsmethode

Wir wirkt die Dauermethode im Training?

Die Ausdauerfähigkeit wird durch einige Faktoren begrenzt. Zum Beispiel durch die Glykogenspeicher. Das sind die Kohlenhydratspeicher in unseren Muskelzellen. Beim Untrainierten oder Sporteinsteiger sind diese noch klein und das merken Anfänger bereits nach kurzer Zeit. Diese Speicher lassen sich aber ähnlich wie die Muskulatur trainieren. Sie werden größer und so können wir mit zunehmendem Training länger Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Ein Marathon oder ein langer Triathlon wird dadurch erst möglich.

Trainingsmethodik: Dauermethode
Ein Triathlon stellt besondere Anforderungen an die Ausdauerleistung. Die Grundlagen liefert im Training die Dauermethode.

Unsere Ausdauer wird auch durch die Größe des Herzens und die sogenannte Kapillarisierung der Muskulatur begrenzt. Beides möchte ich kurz erläutern: Auch das Herz ist ein Muskel. Durch das Ausdauertraining vergrößert sich das Herz, d.h. die Dicke des Herzmuskels legt zu. Dadurch hat das Herz eine bessere Pumpleistung. Mit jedem Schlag kann das Herz mehr Blut in den Organismus auswerfen. Dadurch bilden sich überall im Körper, vor allem um die Organe aber auch an der Muskulatur zusätzliche kleine Blutgefäße (Kapillaren). Die Organe und die Muskulatur können so mit mehr Blut versorgt werden. Die Muskulatur erhält kontinuierlich mehr Sauerstoff und Nährstoffe und kann dadurch länger „arbeiten“.

Diese Anpassungen im Körper vollziehen sich nur sehr langsam. Das kann sich jeder vorstellen. Deshalb gibt es von MyGoal keinen Trainingsplan mit dem Versprechen „Marathon in 8 Wochen“ oder „Fit für den Ironman in 12 Wochen“. Es geht einfach nicht..

Extensive oder intensive Dauermethode

Ob du im extensiven oder intensiven Bereich trainierst, hängt von deinen persönlichen Zielen ab. Wenn du dir die Zielzeit egal ist, oder du willst mit dem Ausdauertraining abnehmen, dann ist das extensive oder auch aerobe Ausdauertraining ideal. Du trainierst dabei mit einer sehr geringen Intensität, aber mit hohen Zeitumfängen. Die Muskulatur arbeitet über den Fettstoffwechsel unter Verwendung von Sauerstoff (aerob). Die Kohlenhydratspeicher deiner Muskulatur entleeren sich bei dieser Form des Ausdauertrainings nur langsam. Die durchschnittliche Intensität dieser Methode liegt bei 60 bis 70% der maximalen Leistungsfähigkeit. Nachteil dieser Methode ist, dass hohe Intensitäten, z.B. bei einem Endspurt, nicht realisiert werden können.

  • extensive Dauermethode = aerobes Ausdauertraining, geringe Intensität, längere Dauer
  • intensive Dauermethode = anaerobes Ausdauertraining, hohe Intensität, kürzere Dauer

Wer sich eine Zielzeit vornimmt, braucht die intensive Dauermethode. Ambitionierte Ziele wie ein Marathon unter 3:30 Stunden oder die Hawaii-Qualifikation im Ironman Triathlon sind typische Beispiele dafür. Wenn du deine Leistung steigern willst, dann musst du deine Ausdauer intensiv oder an der anaeroben Schwelle trainieren. Für die intensive Dauermethode  ist der Fettstoffwechsel zur Energiebereitstellung nicht ausreichend schnell und die Muskulatur aktiviert den Kohlenhydratstoffwechsel.

Die Kohlenhydrate können vom Organismus schneller in Energie umgewandelt werden als die Fettsäuren. Dies geschieht ab einer Intensität von ca. 75% der maximalen Leistungsfähigkeit. Ausdauerspezialisten können, je nach Größe der Glykogenspeicher bis zu 60 Minuten im intensiven Bereich tranieren, danach sind die Speicher entleert und der Körper muss die Energie über den Fettstoffwechsel bereistellen. Spürbar wird das beispielsweise durch ein langsameres Lauftempo. Man würde gern schneller, aber es ist nicht mehr möglich, da der Körper aus den Fettsäuren nicht so schnell Energie bereitstellen kann, wie aus Kohlenhydraten. Das Training nach der intensiven Dauermehtode sollte nur zwei- bis dreimal wöchentlich durchgeführt werden, um die Kohlenhydratspeicher der Muskulatur wieder ausreichend auffüllen zu können.

Die Dauermethode ist nicht alles

Ein klare Zielstellung ist von enormer Bedeutung, um einen Trainingsplan im Ausdauersport optimal zu gestalten. Je nach Sportart sollte auch das Ausdauertraining spezifisch ausgerichtet sein. So gibt es z.B. im Triathlon viele interessante Trainingsvarianten, die dich auch beim Schwimmen und Radfahren ausdauernder und schneller machen. Die Kombination von extensiver und intensiver Dauermethode zusammen mit weiteren Trainingsmethoden ist für eine ganzheitliche Trainingsplanung unverzichtbar.

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