3 Schwimmbremsen, die du sofort lösen kannst

Eine gute Kraultechnik im Triathlon ist nur mit jahrelangem Training zu erreichen. Ich habe viele Monate gebraucht, um allein von Zweier- auf Dreieratmung beim Kraulschwimmen umzustellen. Das hat sich gelohnt, denn allein das verbesserte meine Wasserlage ganz erheblich. Von einem guten Schwimmstil würde ich bei mir selbst trotzdem noch nicht sprechen. Akzeptabel – das ist für mich eingewaltiger Fortschritt gegenüber „unmöglich“ vor ein paar Jahren bei meinem Einstieg in den Triathlon. Deine MyGoal Trainerin Anke hat es mir mit viel Geduld und lustigen Übungen im Trainingsplan beigebracht.

Hier sind 3 typische Schwimmbremsen, die du im Training für den Triathlon recht einfach lösen kannst.

Bremse Nr. 1: Kopf zu tief oder zu hoch

Es mag für die Orientierung beim Triathlon gut sein, aber beim Kraulschwimmen gehört der Kopf ins Wasser und nicht wie eine Boje nach oben gestreckt. Abtauchen sollst du aber auch nicht. Was in beiden Fällen enorm bremst, sind die Schultern. Vor allem bei Männern mit regelmäßigen Kraftraumaufenthalten führt das zu imposanten Bugwellen. Beim Kraulschwimmen wollen wir aber das Wasser nicht kraftraubend vor uns her schieben, sondern möglichst geschmeidig hindurch gleiten. Die Kopfhaltung ist schon mal ein Anfang für eine bessere Kraultechnik. Der Blick geht dabei schräg nach vorn unten, außer zum Luftholen natürlich. Die Wasserkante ist ungefähr da wo die Badekappe auf der Stirn sitzt.

Schwimmen, Kraultechnik im Triathlon
Kopf, Arme, Füße – Schwimmbremsen von oben nach unten lösen. Foto: Albrecht E. Arnold, Pixelio.de

Bremse Nr. 2: Arme ziehen gestreckt durchs Wasser

Der Kraul Armzug und die richtige Wasserlage sind eine Wissenschaft für sich. Selbst Schwimmstars der Weltelite feilen und optimieren eine Sportlerkarriere lang an hunderten Feinheiten. Um die 300 Meter bis 3,8 km im Wasser bei einem Triathlon zu überleben, wird das nicht nötig sein. Achte einfach mal darauf, ob deine Arme leicht angewinkelt unter dem Körper durchs Wasser ziehen. Um nicht ins Schlingern zu geraten, hat mir die Mittellinie der Bahn im Schwimmbecken sehr geholfen. Es ist nämlich wichtig, dass du nicht über die Körperachse ziehst; also: rechter Arm bleibt rechts vom Strich, der linke Arm links.

Bremse Nr. 3: Füße schleppen als Treibanker hinterher

Das ist nun buchstäblich eine echte Bremse. Wenn beim Schwimmen die Füße nach unten zeigen, dann werden sie zu regelrechten Treibankern, die dir rund ein Drittel deiner Vortriebskraft rauben können. Abgesehen davon, dass eine echte Streckung die meisten von uns wegen fehlender Fußbeweglichkeit niemals hinbekommen werden; schon der Versuch die Füße nach hinten zu strecken, macht sich sofort bemerkbar.

Was hat dich beim Schwimmen im Triathlon schneller gemacht? Trainierst du lieber viele Kilometer oder gönnst du dir auch mal eine intensive Technikeinheit? Schreib uns davon und teile den Beitrag und deine Erfahrungen mit Freunden!

2 Gedanken zu „3 Schwimmbremsen, die du sofort lösen kannst“

  1. danke für den artikel!

    grundsätzlich gute tipps. nur bei 1.) gibt es unterschiedliche varianten. der im wasser versenkte kopf scheint sogar weniger wirbel und insgesamt widerstand zu bedeuten als der halbversenkte – entgegen der traditionellen lehrmeinung. total immersion läutet da im hinterkopf, aber auch unter anderen namen (oder gänzlich ohne) hat dieses technikelement inzwischen einige anhänger.

    beispiel? der wohl zzt technisch beste schwimmer der welt, sun yang: http://en.wikipedia.org/wiki/Sun_Yang
    in aktion: http://www.youtube.com/watch?v=uncOBURz-6o

    • Danke für deine Ergänzungen und das Feedback Chris. Wir gehen auch davon aus, dass die unterschiedliche Anatomie jedes Schwimmers kein allgemeines Optimum zulässt. Beim Triathlon wird das sowieso schnell zu theoretisch, denn die Orientierung und die Positionskämpfe im offenen Wasser fördern nicht gerade die Aquadynamik 😉 Sun Yang können wir ja auch mal in einem von unseren Seminaren zeigen. Danke für den Tipp!

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