7 Tipps fürs Laufen mit Hund

[Gastbeitrag]

Gemeinsam zu laufen, steigert die Motivation gleich um ein Vielfaches. Doch wer sagt, dass der Laufpartner dabei immer ein Mensch sein muss? Mit dem geliebten Vierbeiner macht die Bewegung an der frischen Luft vielleicht noch mehr Spaß. Falls du vorhast, deinen Hund in Zukunft zum Laufen mitzunehmen, geben wir dir im folgenden Beitrag 7 Tipps an die Hand, mit denen das Laufen mit deinem felligen Freund zum Erfolg wird.

Laufen mit Hund
Laufen mit Hund ist keine Frage von „Wer zerrt hier wen?“. Mit unseren Tipps wird es zu einem guten Erlebnis für Hund und Mensch.

Wichtige Fragen zum Laufen mit Hund vorweg

Bevor du in unseren Tipps erfährst, wie du das Projekt Joggen mit Hund angehen kannst, wollen wir zwei wichtige Fragen klären:

  1. Ab welchem Alter kann dein Hund mit zum Laufen?
  2. Ist Joggen mit jeder Hunderasse möglich?

(1) Falls du dich fragst, ob du deinen Welpen zum Laufen mitnehmen kannst, müssen wir dich leider enttäuschen: Knochen, Gelenke und Muskulatur befinden sich beim Welpen noch im Wachstum und sind daher nicht so belastbar wie bei einem ausgewachsenen Hund. Laufen würde den Bewegungsapparat des jungen Tieres zu stark beanspruchen – und zu hohe Belastungen können zu Entwicklungsstörungen führen. Nimm deinen Hund also erst mit auf die Laufstrecke, wenn er ausgewachsen ist. Bei kleineren Hunderassen kann das bereits nach 10 Monaten der Fall sein, bei größeren Rassen dauert das durchaus bis zu 2 Jahre.

Nimm deinen Hund erst mit, wenn er ausgewachsen ist.

(2) Laufen mit Hund geht nicht immer. Manche Hunderassen sind aufgrund bestimmter anatomischer Merkmale nicht oder nur bis zu einem gewissen Grad als Begleiter im Training geeignet. Klassische Beispiele hierfür sind:

  • Mops: Aufgrund ihrer kurzen Schnauze haben Hunde dieser Rasse häufig mit Atemwegsbeschwerden zu kämpfen. Da sie zu wenig Luft bekommen, würden sie beim Joggen schnell unter Atemlosigkeit leiden.
  • Dackel: Sie neigen aufgrund ihrer sehr langen Wirbelsäule zu Bandscheibenvorfällen. Monotones Laufen auf möglicherweise hartem Untergrund ist für diese Rasse also nicht ideal.
  • Bernhardiner: Das sind bekanntlich große, schwere Hunde mit dickem Fell. Für sie ist Ausdauersport wie Laufen daher nicht unbedingt die beste Wahl.
    Wenn du dir nicht sicher bist, ob sich dein Hund zum Laufen eignet, fragst du am besten bei deinem Tierarzt nach.

Mit diesen 7 Tipps wird das Laufen mit Hund zum Erfolg

Was brauche ich für das Laufen mit meinem Hund? Wie lange kann ich mit ihm laufen? Die Antworten auf diese und weitere Fragen erhältst du im Folgenden im Rahmen unserer 7 Tipps für ein gelungenes Laufen mit Hund.

  1. Hund vom Tierarzt durchchecken lassen
    Wichtig ist, dass du deinen Hund vor der ersten gemeinsamen Laufrunde durchchecken lässt. Der Tierarzt wird feststellen, ob dein Vierbeiner sich aufgrund körperlicher und geistiger Voraussetzungen überhaupt als Laufpartner eignet. Eventuell wird dir dein Tierarzt auch dazu raten, die Ernährung deines Vierbeiners für das Training ein wenig umzustellen. Deinen Hund zu barfen, wäre eine Möglichkeit der gesunden Tierernährung, die ihn nicht nur beim Laufen entlastet, sondern ihn allgemein fitter macht.
  2. Grundkommandos üben
    Wenn du deinen Hund beim Joggen frei laufen lassen willst, muss er einige wichtige Grundkommandos beherrschen. Zu den wichtigsten zählt „Bei Fuß“: Du solltest während eurer gemeinsamen Runden zu jeder Zeit in der Lage sein, deinen Hund zu dir zu holen, wenn es notwendig ist. „Sitz“ und „Platz“ können darüber hinaus auf jeden Fall auch nicht schaden.
  3. Richtige Ausrüstung zulegen
    Für den Fall, dass du deinem Hund das Freilaufen nicht zutraust, brauchst du die passende Ausrüstung. Dazu gehört ein gut sitzendes Geschirr, das deinen Freund nicht einengt oder würgt. Eine robuste Leine, die lang genug ist, dass du deinem Tier beim Laufen nicht auf den Schwanz oder die Hinterfüße trittst. Ein Bauchgurt, in dem du die Leine ganz einfach einhängen kannst.
  4. Zu Beginn kurze Runden wählen
    Wähle zu Beginn eher kürzere Runden sowie eine moderate Geschwindigkeit. So kann sich dein Vierbeiner langsam an die Bewegung gewöhnen und wird nicht gleich zu Anfang überfordert. Wichtig ist auch, dass du deinem Tier auf jeden Fall vor jeder Laufrunde die Möglichkeit gibst, zu schnüffeln und sein Geschäft zu verrichten.
  5. Pausen machen
    Gewähre deinem vierbeinigen Freund (und dir selbst) immer wieder Pausen. Vor allem, wenn es die ersten Laufrunden für ihn sind, sollte er zwischendurch die Gelegenheit bekommen, durchzuatmen, ein wenig die Gegend zu erkunden oder einen Schluck zu trinken. Apropos Pausen: Hat dein Begleiter gerade gefressen, solltest du mindestens zwei Stunden warten, bis du mit ihm laufen gehst. Wenn er mit vollem Magen läuft, besteht die Gefahr einer Magendrehung.
  6. Hund motivieren und belohnen
    Lobe deinen vierbeinigen Laufpartner zwischendurch immer wieder – am besten aber nicht mit Leckerlis, sondern mit Worten. So wird dein Hund mit euren Ausflügen etwas Positives verbinden und sich beim nächsten Mal im besten Fall schon richtig drauf freuen, wenn es wieder nach draußen geht.
  7. Spaß haben
    Das Allerwichtigste beim Laufen mit deinem Hund? Spaß haben! Schließlich dient das gemeinsame Joggen dazu, sich zu bewegen und eine schöne Zeit zu zweit zu haben. Und nach einer ausgiebigen Laufrunde kuschelt man sich zu Hause noch lieber zusammen auf die Couch.

Credits:
Autorin: Sina Delgado Hernandez ist Betriebsleitung bei der Hund & Sport Hungenberg GmbH. Sie hat ihre Ausbildung beim BARF-Shop Futter-Fundgrube absolviert und ist selbst Hundebesitzerin. Sina kennt sich bestens mit der artgerechten Hundehaltung aus und weiß genau, worauf es beim Laufen mit Hund ankommt.

Image: LightFieldStudios, iStock